Hans-Werner Sinn, Project Syndicate
MÜNCHEN – Die gegenwärtige Schwäche des Euro hat eine
Erklärung: Griechenland. Mit einem Leistungsbilanzdefizit von 14 % des
BIP lag das Land zuletzt auf dem zweiten Platz in der Eurozone nach
Zypern. Ende 2009 betrug die griechische Schuldenquote 113 %. Da das
diesjährige Haushaltsdefizit nach offizieller Schätzung auf mehr als 12
% eines schrumpfenden BIP anwachsen wird, wird auch die Schuldenquote
bis Ende 2010 auf 125 % empor schnellen und damit den höchsten Wert in
der Eurozone aufweisen.
Viele internationale
Anleger versuchen nun, aus dem Euro auszusteigen oder wenigstens einen
Bogen um die griechischen Staatsanleihen zu
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